Dok-Film: Marianne Oppel und das Jugendradio DT 64
von und mit Stefan Paubel, Dokumentarfilmer (Berlin) Fotograf: Stefan Paubel
Marianne Oppel und das Jugendradio DT 64
Marianne Oppel war eine der Mitbegründerinnen von Jugendradio DT64 und dort eine wichtige Musikredakteurin. DT64 wurde zum Deutschlandtreffen der Jugend 1964 in Ost-Berlin als „Sonderstudio Deutschlandtreffen 1964“ ins Leben gerufen. Dieses strahlte im Mai 1964 99 Stunden ohne Unterbrechung für die Teilnehmer des Treffens ein Programm mit internationaler Musik und mit hohem Live-Anteil aus.
Später übernahm der Berliner Rundfunk für die ganze DDR auf Mittelwelle und UKW das „Jugendstudio DT64“. Es war das erste Radioprogramm der DDR, das sich gezielt an „die Jugend“ richtete. Im Jahr 1976 begannen die „DT64 Jugendkonzerte“. Ab dem 1. September 1981 startete zusammen mit dem Jugendfunk der Stimme der DDR ein regelmäßiges Abendprogramm zwischen 19 und 24 Uhr. Zu Beginn war das Programm nur in Berlin, später auch in der gesamten DDR zu hören.
Nach der Einrichtung einer eigenen DDR-weiten UKW-Senderkette wurde DT64 am 7. März 1986 ein eigenständiger Sender, der von 13 bis 24 Uhr zu empfangen war. Im Dezember 1987 wurde das Programmangebot auf täglich 20 Stunden ausgeweitet.
Marianne Oppel beförderte die entstehende Singebewegung und die Rockgruppen in der DDR. Sie sammelte deren Lieder und Songtexte. Diese Lieder wurden von ihr in der Fernsehzeitschrift FF Dabei und in der Jungen Welt veröffentlicht.
Marianne Oppel brachte die Buchreihe DT 64 Liederbücher heraus. Sie lebt in Berlin. Kamera: Stefan Paubel, 2011
Interviewer: Dr. Lutz Kirchenweitz, 2011
Schnitt, Bearbeitung: Stefan Paubel, 2025/2026
63 Minuten